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Weiter geht es in unserem Blog-Rückblick mit Jahr 3, also 2014. Mittlerweile waren wir mit unserem Blog ein Stück weit in der Routine angekommen. Wenn man das so sagt, dann klingt das vielleicht ein wenig negativ. Tatsächlich hat aber Routine viel Positives. Ohne Routine hätten wir niemals unseren Lesern und Leserinnen zuverlässig mehrere Beiträge pro Monat bieten können. Ohne Routine würde unser Blog heute brachliegen, so wie das bei vielen Unternehmen passiert ist. Ohne Routine bei der Themenplanung würde das Niveau unserer Beiträge schnell verflachen. Routine hat dafür gesorgt, dass das doctima Blog bis heute so beliebt ist.
Neues
Schlimm wird es erst, wenn Routine die Oberhand gewinnt. Damit das nicht soweit kommt, haben wir auch im Jahr 3 wieder neue Dinge angefangen. Die wichtigste Neuerung war damals, dass wir das Blog für neue Beiträger:innen geöffnet haben. Zum ersten Mal kam im Juli mit Britta Goers ein Post von außerhalb des Unternehmens. Solche Expert:innenbeiträge haben wir seitdem immer wieder und wir freuen uns sehr, wenn Posts von außerhalb der „doctima-Welt“ unser Blog bereichern.
Schon zuvor hatten wir den Autor:innenkreis für eine weitere Gruppe geöffnet. Das wird manchmal ein wenig kritisch gesehen. Denn viele Unternehmen geben Praktikanten und Praktikantinnen die Aufgabe, sich redaktionell um das Blog zu kümmern. Das wollten wir nie. Jedenfalls nicht in dem Sinn, dass Blogredaktion eine Fleißaufgabe ist, die am besten wegdelegiert wird. Es war uns stattdessen immer wichtig, dass unsere Inhalte von Kolleginnen und Kollegen erstellt werden, die tief drin sind in der Materie, über die sie schreiben.
Wenn man ein Praktikum macht, ist man nur auf eine begrenzte Zeit bei doctima. Aber natürlich gibt es auch dann Themen, bei denen man tief drin ist. Besonders hat uns bei den Studis der Blick von außen interessiert. Wie haben junge Leute ihre Zeit bei doctima empfunden, was haben sie erlebt, was hat sie überrascht, vielleicht auch gestört…? Im Lauf der Jahre haben wir so einerseits wertvolles Feedback für uns selbst bekommen, aber auch andererseits für unsere Leser und Leserinnen einen ehrlichen Blick auf doctima von (halb-)außen bieten können.
Der erste Praktikumsbeitrag (https://www.doctima.de/2014/01/4-monate-wie-im-flug/) in unserem Blog ist auch aus einem anderen – ein wenig betrüblichen Grund – ein wenig bemerkenswert. Im Zuge eines Relaunchs wurden alle Beiträge aus unserem Blog, für die kein aktuelles Autorenprofil vorlag, auf bestehende Profile zugewiesen (in diesem Fall auf mich). Da die Autorin auch kein Bild von sich in dem Beitrag beifügen wollte, kann ich heute nicht mehr genau sagen, wer eigentlich unseren ersten Praktikumsbeitrag geschrieben hat. Das finde ich ein wenig schade, aber ich denke die Autorin wird wohl damit zufrieden sein, da sie ja auch visuell anonym bleiben wollte.
Bewährtes
Thematisch haben wir in 2014 Linien fortgesetzt, die wir schon früher aufgegriffen hatten. So hatten wir mit Leichter Sprache (https://www.doctima.de/2014/02/leichte-sprache-gar-nicht-so-leicht) wieder einen Beitrag zur Barrierefreiheit. Daneben gab es weitere Sprachthemen (z. B. https://www.doctima.de/2014/02/zeitgleich-ist-nicht-gleichzeitig/), Tool-Tipps (https://www.doctima.de/2014/03/einfach-das-chaos-organisieren/) und Beiträge zu Webtechnologien (https://www.doctima.de/2014/05/interaktive-landkarten/).
Ein Blog-Dauerbrenner ist schließlich ein Thema geworden, das durch ein Gespräch am Mittagstisch entstanden ist. Da hatten mir Kolleg:innen berichtet, welche Ängste und Sorgen sie vor wichtigen Vorträgen quälen. Zu diesem Zeitpunkt war ich im öffentlichen Präsentieren bereits ein alter Hase. Aber ich habe mich gefragt, wie ich es geschafft habe, diese Ängste zu überwinden, die mich anfangs auch geplagt hatten. Herausgekommen ist ein Artikel, den ich bis heute Kolleg:innen empfehle, die dieselben Probleme quälen. Und oft bekomme ich als Feedback, dass der Post ihnen geholfen hat und diese Tipps noch immer in den klassischen Präsentations-Ratgebern fehlen. Wer also gerne nachlesen mag: https://www.doctima.de/2014/05/5-einsteiger-probleme-bei-vortraegen/
Reflektiertes
Wie war 2014 also im doctima-Blog? Aus heutiger Sicht finde ich es einen gelungenen Mix aus Kontinuität und behutsamen Neuerungen. Manche Neuerungen sind zu dauerhaften Säulen unseres Blogs geworden, etwa die Praktikumsberichte. Manche Beiträge haben die Zeit gut überdauert und werden auch heute noch oft gelesen. Und manches ist wieder verschwunden, zum Beispiel Beiträge über Webtechnologien. Auch das ist gut so, denn um Neues zu ermöglichen, muss auch Altes weichen.

