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Die reibungslose und zuverlässige Funktion Ihrer Maschinen oder Anlagen ist entscheidend für Ihren Unternehmenserfolg. Rechtzeitige Wartungsmaßnahmen dienen dazu, diese Funktion sicherzustellen und Ausfälle zu verhindern. Wie Sie die Daten zu notwendigen Wartungsmaßnahmen aus Ihrem Redaktionssystem dabei schlau nutzen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Wie warten wir?
Momentan, und mit Blick in die Zukunft, sind insbesondere zwei grundlegende Prinzipien für die Planung von Wartungstätigkeiten relevant: die sog. „Preventive Maintenance“ und die „Predictive Maintenance“.
- Preventive Maintenance, also vorbeugende Wartung, bezeichnet die Durchführung von Wartungstätigkeiten auf der Basis von regelmäßigen, festgelegten Intervallen.
Beispiel: Reinigung und Schmierung eines Bauteils immer nach 72 Stunden oder nach 10.000 Durchläufen.
Ein typisches Hilfsmittel im Rahmen der Preventive Maintenance ist die klassische Wartungstabelle. Aber wie wir später noch sehen werden, ist die Zeit hier nicht stehen geblieben. - Predictive Maintenance bezeichnet die Durchführung der Wartungsmaßnahmen auf der Basis ständiger, fortlaufender Datenanalysen von z. B. Echtzeit-Sensordaten einer entsprechend überwachten Maschine. Auf Deutsch wird oft von „vorausschauender Wartung“ gesprochen, obwohl „vorhersagende Wartung“ eigentlich sprechender wäre. Denn basierend auf der Datenanalyse wird vorhergesagt, ob die Maschine in absehbarer Zeit in einen problematischen Zustand gerät und daher rechtzeitig vorher gewartet werden muss oder nicht.
Um „Predictive Maintenance“ durchführen zu können, müssen die relevanten Echtzeit-Sensorwerte und Analysemechanismen mit den Wartungsinformationen vernetzt werden, was in einem relativ hohen technischen Aufwand resultiert. Aber auch wenn bei Ihnen noch nicht alle Gerätschaften im „Internet of Things“ surfen, können Sie bei der „Preventive Maintenance“ smart vorgehen.
Dies haben sich auch mehrere unserer Kunden zum Ziel gesetzt. Sie machen die Wartungsinformationen aus ihrer Technischen Dokumentation – sprich: aus ihrem Redaktionssystem – auch an anderen Stellen zugänglich.
Die Technische Dokumentation als Knotenpunkt
An dieser Stelle könnte man einhaken und fragen: Was hat denn das Redaktionssystem mit der Wartung zu tun? Bekommt man die entsprechenden Informationen nicht aus der Konstruktionsabteilung?
Die Antwort lautet „Ja – aber“: Die Technische Redaktion sorgt für eine zielgruppenoptimierte und konsistente Umsetzung dieser Informationen in Wort und Bild für die Produktdokumentation. In einem modular organisierten Contentmanagement-System klassifiziert die Redaktion dazu die Informationen mit Metadaten. Die Technische Redaktion sorgt also dafür, dass die zu wartenden Produkte oder Komponenten, die Wartungsintervalle, die Beschreibung der entsprechenden Wartungstätigkeiten und der dazu benötigten Werkzeuge und Hilfsmittel einander automatisiert zugeordnet werden können. Und das nicht nur in einer Sprache, sondern auch in den Übersetzungen.
Es ist daher nur sinnvoll, diesen zielgenau aufbereiteten Datenschatz möglichst clever zu nutzen.
Klassifizierte Daten + pragmatischer Datenaustausch = smarte Wartung
Keine Angst – smarte Wartung muss nicht immer gleich die Form eines High-End-Systems mit Echtzeitanbindung und serverbasierter Content-Delivery-Vernetzung annehmen. In manchen Usecases lässt sich, wie bei unseren Kunden, auch eine pragmatische und leicht umsetzbare Lösung dafür finden, bestehende Informationen aus dem CMS in andere Systeme einzuspielen.
Beispiel Wartungsportal
In diesem Fall sollten die vorhandenen Wartungsdaten aus dem CMS in ein Wartungsportal beim Anlagenbetreiber importiert werden. Auf dieses Portal greifen wiederum andere Systeme zu, die die entsprechenden Informationen weiterverarbeiten.
Wir haben dazu auf Kundenwunsch eine Lösung erstellt, die betreffende Bauteile, Wartungsintervalle, -personal und -tätigkeiten direkt im gewünschten CSV-Format bereitstellt. So lassen sich die Wartungsinformationen einfach und schnell exportieren und im Wartungsportal aktualisieren.
Beispiel Kunden-Software
Kundenseitig waren individuelle Softwaretools entwickelt worden, die zur Planung und Unterstützung der Wartungsaktivitäten genutzt werden.
Wir haben hier Lösungen entwickelt, um direkt aus dem CMS Output im XML-Format (z. B. auf Basis DITA) zu generieren, der auf die Anforderungen der Kunden-Software maßgeschneidert ist. Die Wartungsdaten, inkl. dazugehöriger Grafiken und sicherheitsrelevanter Informationen, können nun dort eingespielt werden und stehen den Nutzern in verschiedenen Aufbereitungsformen und mit Filtermöglichkeiten zur Verfügung.
Worauf warten Sie noch?
Mit Preventive Maintenance, also der vorbeugenden Wartung, setzen Sie auf eine bewährte, proaktive Strategie, um Ausfälle von Maschinen zu verhindern, die Lebensdauer ihrer Geräte zu verlängern und die Betriebskosten zu senken.
Indem Sie die Informationen zu Wartungsmaßnahmen aus Ihrem CMS auch mit anderen Systemen austauschen, können Sie die Organisation Ihrer Wartungsaktivitäten optimieren und profitieren von diesen Daten gleich mehrfach. Dazu ist es nicht einmal nötig, gleich eine ganz neue Software-Systemlandschaft einzurichten. Und wenn Sie später noch weiter in Richtung automatischer Vernetzung und Digitalisierung denken, haben Sie mit den klassifizierten Daten in Ihrem CMS schon die perfekte Grundlage dafür gelegt.


